Der elektrische Strom

Grundsatz: Strom kann töten. Das fiese daran ist, dass man Strom nicht sehen oder riechen kann.

Der elektrische Strom ergibt sich aus der Spannung U, die den „Druck“ der Elektronen in einem Leiter, und der Stromstärke I, die die Menge der fließenden Elektronen pro Sekunde in einem geschlossenen Stromkreis beschreibt. Daraus ergibt sich dann die als Watt bekannte Leistung P, die mit P = U * I (Leistung = Spannung * Strom) berechnet wird. In der Darstellung rechts sieht man dieses Vorgehen ganz gut, wobei der Widerstand R mit der Einheit Ohm hier für uns nicht relevant ist.

Der Strom kann in zwei verschiedenen Arten vorliegen. Bei einer Gleichspannung fließt der Strom immer zwischen zwei Polen in eine Richtung von + zu -, wie es von einer Batterie bekannt ist. Genutzt wird diese Art für Akkus, elektronische Geräte und Anlagen.
Die Wechselspannung hat keinen festen + und – -Pol, sondern schwingt mit einer Frequenz von 50 Hz hin und her. Sie eignet sich für die Stromversorgung von Haushalten und Industrie, weil sie sich leicht über weite Strecken transportieren lässt.

Unser Herz schlägt 60-80x pro Minute. Durchströmt der Strom unser Herz bei einem Stromschlag, gibt es eine Taktüberlagerung und das Herz gerät aus seinem Rhythmus. Wenn das Herz dann nur noch zuckt und nicht mehr kontrolliert schlägt, spricht man von einem Kammerflimmern. Dadurch wird kein Blut mehr gepumpt und der Kreislauf kommt zum Erliegen, und das, obwohl auf einem EKG noch eine elektrische Aktivität durch das Kammerflimmern angezeigt würde.
Zudem löst der Strom Muskelkontraktionen aus, was dafür sorgt, dass die Muskeln verkrampfen und man u.U. die Stromquelle auch nicht wieder loslassen kann. Das ist dann um so gefährlicher, denn je länger der Strom auf den Körper einwirkt, desto mehr Schäden kann er verursachen. Das geht über Verbrennungen, Organ- und Nervenschäden, Atemstillstand und folglich den Tod.

Dafür reichen auch schon geringe Ströme aus. Schon ab einem Strom von 6 mA können die Muskeln beginnen zu verkrampfen, ab 30 mA besteht Lebensgefahr. Vorsicht ist also nicht nur an großen Anlagen geboten, sondern auch im Kleinelektronik-Bereich.

Grundsätzlich braucht man vor Strom keine Angst zu haben, aber Respekt.


Statistik zu Stromunfällen

Eine Statistik von Leifiphysik stellt dar, dass die Stromunfälle seit 1990 rückläufig  sind. Das liegt vor allem an besseren Schutzeinrichtungen wie dem Fehlerstromschalter in jeder neuen Elektroinstallaton.

Zwar sind nur ¼ der Stromunfälle Arbeitsunfälle und der Großteil davon geschieht im Privaten, aber dennoch sollte man im Umgang mit elektrischen Geräten stets mit Vorsicht und Verstand vorgehen. Folgende Punkte gilt es zu beachten:

·        Arbeiten an elektrischen Anlagen dürfen nur von ausgebildetem Fachpersonal durchgeführt werden

·        defekte Geräte außer Betrieb nehmen und Meldung machen

·        keine elektrischen Geräte selbst aufschrauben

·        Küchengeräte nicht unbeaufsichtigt laufen lassen

·        elektrische Geräte von Wasser fernhalten

·        jegliche Stromunfälle dem Arbeitgeber melden und zum Arzt gehen